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Einsatz von Wärmepumpen - Größere Gebäude

Die seit Beginn der neunziger Jahre positive Entwicklung des Wärmepumpenmarktes in Deutschland betreffen fast ausschließlich Wärmepumpen kleinerer Leistung. So ist der überwiegende Teil in Ein und Zweifamilienwohnhäusern installiert. Es mag damit der Eindruck entstehen, Wärmepumpen würden sich nur für kleinere Objekte mit relativ geringem Wärmebedarf eignen. Grundsätzlich können jedoch entsprechend ausgelegte Wärmepumpen auch größere Leistungsanforderungen abdecken. Als alleiniger Wärmeerzeuger liefern diese Aggregate ganzjährig die Wärme für die Beheizung und Trinkwasserbereitung von Verwaltungs- und Industriegebäuden, Hotels, Krankenhäusern, Schulen und Mehrfamilienwohnhäusern.

Für größere Gebäude kommen so genannte mittelgroße Wärmepumpen mit Leistungen zwischen ca. 20 und 200 kW zum Einsatz. Dass in Deutschland schon eine Wärmepumpe mit relativ bescheidenen 20 kW zu den Wärmepumpen mittlerer Größe zählt, liegt wohl auch an der im Vergleich zu Ländern wie Schweden und der Schweiz geringeren Verbreitung dieser Wärmeerzeuger. So setzt das schweizerische Bundesamt für Energie (BFE) als untere Grenze 50 kW für mittelgroße Wärmepumpen an. In den nordischen Ländern wie Schweden beginnt man allgemein von mittelgroßen Wärmepumpen erst ab einer Leistung von 100 kW zu sprechen. Dafür sind dort aber auch zahlreiche Anlagen mit Groß-Wärmepumpen in Betrieb, die Leistungen im Megawatt- Bereich abgeben.


Wärmepumpen mit zwei Verdichtern

Typische mittelgroße Wärmepumpen bestehen aus zwei Verdichterstufen mit elektrisch angetriebenen Verdichtern. In der Vitocal 300 arbeiten zwei Verdichtermodule gleicher Leistung parallel nebeneinander. Das hat den Vorteil, dass bei geringerem Wärmebedarf ein Modul abschalten kann. In der ersten Stufe gibt diese Wärmepumpe die Hälfte ihrer Leistung ab. Um die volle Leistung zu erreichen, schaltet die Regelung automatisch die zweite Stufe hinzu. Durch die beiden separaten Verdichtermodule ist darüber hinaus eine hohe Betriebssicherheit gegeben. Fällt ein Modul aus, so kann mit dem anderen immer noch ein Teillastbetrieb mit 50% der Gesamtleistung erbracht werden. Bei der Wärmepumpe Vitocal 300 wird durch die integrierte Regelung ein Laufzeitausgleich vorgenommen, so dass beide Verdichter jeweils die gleiche Betriebsstundenzahl aufweisen. Um noch größere Leistungen zu erreichen, können mehrere separate Wärmepumpen über den Heizungsvor- und Rücklauf miteinander verbunden werden. Wie bei der Kaskadenschaltung von Heizkesseln liegt auch hier ein Vorteil in der deutlich erhöhten Betriebssicherheit der Gesamtanlage.


Vitocal 300 für große Leistungen

Die Vitocal Wärmepumpe erreicht durch die zweistufige Ausführung eine Heizleistung bis 106,8 kW und ist geeignet für die Wärmequellen Grundwasser und Erdreich. Damit kann sie auf jede Anforderung und jeden Bedarf abgestimmt werden. Der modulare Aufbau auf Basis von zwei separaten Verdichterkreisen sorgt für eine besonders hohe Effizienz im Teillastbereich.

Von Georg am 8.10.08 17:04 |

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