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Solartechnik Dimensionierung

Anlage zur Trinkwassererwärmung–Speicher-Wassererwärmer und Sonnenkollektoren

Grundlage für die Auslegung einer Solaranlage zur Trinkwassererwärmung ist der Warmwasserbedarf. Kann dieser nicht ermittelt werden, muss er nach einer Tabelle geschätzt werden. Ein weiterer Parameter ist die solare Deckungsrate. Sie sollte bei kleineren Anlagen zur Trinkwassererwärmung zwischen 50 und 60 liegen. Um eine Deckungsrate von 60 zu erreichen, muss das insgesamt zur Verfügung stehende Speichervolumen (bivalenter Speicher- Wassererwärmer oder Vorwärmspeicher) etwa 1,5- bis 2-mal so groß sein wie der tägliche Warmwasserbedarf unter Berücksichtigung der gewünschten Warmwassertemperatur. Bei schwankendem Warmwasserverbrauch den Faktor 2, bei relativ konstantem Verbrauch den Faktor 1,5 wählen.

Anlage zur Unterstützung der Raumbeheizung– Speicher- Wassererwärmer und Sonnenkollektoren

Die Periode mit dem größten Sonnenenergieangebot ist gegenüber der Periode mit dem größten Heizenergiebedarf zeitlich versetzt. Während der Wärmeverbrauch für die Trinkwassererwärmung über das ganze Jahr hindurch relativ konstant ist, besteht zu Zeiten des größten Wärmebedarfs für die Raumbeheizung nur ein sehr geringes Sonnenenergieangebot. Um eine Unterstützung der Raumbeheizung zu realisieren, muss die Kollektorfläche relativ groß bemessen werden. Dadurch kann es im Sommer zu Stagnation im Solarkreis kommen. Hydraulisch können Anlagen zur Heizungsunterstützung durch den Einsatz eines Kombispeichers (z. B. Vitocell 340-M oder Vitocell 360-M) sehr einfach aufgebaut werden. Bei wesentlich höheren Ansprüchen an die Trinkwassererwärmung kann alternativ ein Vitocell 140-E oder 160-E in Kombination mit einem bivalenten Speicher- Wassererwärmer oder dem Frischwasser-Modul eingesetzt werden. Dieses Modul erzeugt warmes Wasser nach dem Durchlaufprinzip. Durch die Schichtladeeinrichtung im Vitocell 360-M und 160-E wird die Beladung des Pufferspeichers optimiert. Das solar erwärmte Pufferwasser wird über die Ladelanze direkt in den oberen Bereich des Pufferspeichers geleitet. Somit steht es schneller der Trinkwassererwärmung zur Verfügung. Grundlage für die Auslegung einer Solaranlage zur Unterstützung der Raumbeheizung ist neben dem Raumwärmebedarf des Gebäudes in der Übergangszeit und im Winter der Wärmebedarf im Sommer, also der Wärmebedarf für die Trinkwasserbereitung. Bei Heizbedarf im Sommer, z. B. zur Kondenswasservermeidung in Keller– räumen, Fußbodenheizung im Bad erhöht sich der Wärmebedarf. Für einen wirtschaftlichen Betrieb einer Anlage zur solaren Heizungsunterstützung soll die Kollektorfläche max. 2- bis 2,5-mal so groß sein wie die für den Wärmebedarf im Sommer. Eine ausschließliche Orientierung am Raumwärmebedarf kann zur problematischen Überdimensionierung der Solaranlage führen. Bei Niedrigenergiehäusern (Wärmebedarf kleiner 50 kWh/(m2• a)) sind solare Deckungsraten bis zu 35% bezogen auf den Gesamtenergiebedarf, inkl. Trinkwassererwärmung zu erreichen. Bei Gebäuden mit höherem Energiebedarf fällt die Deckungsrate geringer aus. Benutzen Sie zu Berechnungen zur Auslegung das Viessmann Berechnungsprogramm „ESOP“.

Von Georg am 10.12.08 4:36 |

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