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Photovoltaik Wirtschaftlichkeit - Steuervorteile

Die hier gemachten Angaben gelten für Privatpersonen, die sonst nicht gewerblich oder freiberuflich tätig sind. Im Einzelfall, insbesondere für Gewerbetreibende, Freiberufler oder auch bei Anlagen auf Fremddächern können hiervon abweichende Regelungen gelten, die mit Hilfe eines Steuerberaters oder Rechtsanwalts zu klären sind. Betreiber Netzgekoppelter Photovoltaik-Anlagen, die entsprechend dem EEG ihre erzeugte Energie an den Netzbetreiber verkaufen, sind aus steuerlicher Sicht „Unternehmer“. Eine Gewerbeanmeldung ist üblicherweise nicht notwendig (Bagatellregelung).


Steuerrechtliche Einordnung

Relevant ist eine Betrachtung der Photovoltaik-Anlage hinsichtlich Einkommensteuer, Gewerbesteuer (unabhängig von einer Gewerbeanmeldung) und Umsatzsteuer.

Einkommen- und Gewerbesteuer

Nur wenn die Anlage über die steuerlich vorgesehene Betriebsdauer (zulässige Abschreibungsdauern sind nach den AfA-Tabellen des Bundesfinanzministeriums mindestens 20 Jahre) einen so genannten „Totalüberschuss“ erzielt, d. h. die Summe der Erlöse abzüglich aller Betriebsund Investitionskosten einen Gewinn ergibt, müssen diese Überschüsse versteuert werden. Umgekehrt können dann auch Verluste in einzelnen Jahren steuermindernd geltend gemacht werden. Ob ein solcher Totalüberschuss erzielt wird, kann durch eine Wirtschaftlichkeitsvorschau ermittelt werden. Gewerbesteuerlich ist die Anlage sogar erst dann von Interesse, wenn die Gewinne jährlich einen Betrag von 24 542,- € überschreiten, was erst bei großen Anlagen der Fall ist.


Umsatzsteuer

Jeder Anlagenbetreiber, der den Solarstrom nach EEG voll ins Netz abgibt, ist umsatzsteuerpflichtig – und zwar unabhängig davon, ob die Anlage einen Gewinn erwirtschaftet. Wenn seine Erlöse einen Betrag von 16 617,- € pro Jahr nicht überschreiten, kann er sich von dieser Pflicht befreien lassen („Kleinunternehmerregelung“). Die Umsatzsteuerpflicht hat jedoch Vorteile: Alle Vergütungszahlungen des Stromnetzbetreibers erfolgen danach zuzüglich der jeweils gültigen Mehrwertsteuer (z. Zt. 19 ). Diese Beträge müssen an das Finanzamt weitergereicht werden. Umgekehrt erstattet das Finanzamt alle Mehrwertsteuerbeträge wieder zurück, die der Betreiber an seine Lieferanten, z. B. den Errichter der Photovoltaik-Anlage zahlen musste. Unter dem Strich lassen sich so die Investitionskosten um rund 19 senken, ohne die Einspeisevergütung zu schmälern.


Geringer Aufwand

Für die korrekte Steuererklärung müssen alle im Zusammenhang mit der Photovoltaik-Anlage stehenden Belege gesammelt und aufbewahrt werden. Daraus ergibt sich eine jährliche Auflistung der Erlöse und Aufwendungen. Zusätzlich zur bisherigen Steuererklärung sind zwei Formulare auszufüllen: Anlage GSE und Umsatzsteuererklärung. Wichtig ist, dass der Stromversorger informiert wird, ob die Einspeisevergütung netto oder zuzüglich Mehrwertsteuer bezahlt werden soll. Alle rechtlichen und steuerlichen Aspekte sollten im Einzelfall mit einem Fachmann (Steuerberater bzw. Rechtsanwalt) geklärt werden.

Von Georg am 4.04.09 12:24 |

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