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Heiztechnik für Neubauten Wärme aus der Natur – Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung

Die Wohnungslüftung führt Schadstoffe und übermäßige Raumluftfeuchte ab. Die Feuchtelasten hängen hauptsächlich von der Zahl der Bewohner ab, es wird daher ein Volumenstrom von etwa 30 m³/h pro Person empfohlen. Die Mindestluftwechselrate beträgt 0,3 h-1 unabhängig von der Personenbelegung, damit Schad- und Geruchsstoffe zuverlässig abgeführt werden. Das bedeutet, dass die Raumluft mindestens alle zwei Stunden vollständig ausgewechselt werden sollte. Die bisher dafür praktizierte Lüftung durch Öffnen der Fenster ist kaum kontrollierbar und steht der erwünschten Energieeinsparung im Niedrigenergiehaus entgegen.


Neubauten brauchen eine kontrollierte Wohnungslüftung

Aufgrund der guten Wärmedämmung geht in Neubauten, insbesondere in Niedrigenergiehäusern nur noch wenig Heizwärme über Wände und Fenster verloren (Transmissionswärmeverluste). Der Heizwärmebedarf eines Niedrigenergiehauses wird damit zu einem wesentlichen Teil durch die Lüftung beeinflusst. Um den Heizenergiebedarf bei optimalem Luftaustausch möglichst gering zu halten, ist es notwendig, ein System zur kontrollierten Wohnraumlüftung einzusetzen. Diese Anlagen sollen die Bewohner beim energiesparenden Lüften unterstützen. Durch moderne Lüftungs- Systeme kann in der Heizperiode auf das Öffnen von Fenstern verzichtet werden. Die Raumluft wird permanent und gleichmäßig ausgetauscht, der Heizwärmebedarf sinkt durch die integrierte Wärmerückgewinnung. Das zentrale Zu- und Abluftsystem mit Wärmerückgewinnung Vitovent 300 führt die Abluft über einen Wärmeaustauscher. Dort wird die kalte Außenluft von der Abluft erwärmt. So kann bis zu 90% der Wärme zurückgewonnen werden.

Wohnungslüftung bringt Vorteile bei der EnEV

Der Einbau von Wohnungslüftungen wird daher in der Energieeinspar- Verordnung berücksichtigt. Je nach Ausführung werden durch den Einbau von Wohnungslüftungs-Systemen die Anforderungen an den baulichen Wärmeschutz graduell verringert. Lüftungssysteme helfen, die Raumluft ständig frisch zu halten und wirken einer Überfeuchtung der Raumluft entgegen. Geruchs- und Schadstoffe werden abgeführt, der Verbreitung von Schimmel und Hausstaubmilben wird verhindert. Die richtige Balance zwischen der Raumtemperatur und der relativen Raumluftfeuchte wird durch ein Wohnungslüftungs-System erreicht und das wiederum sorgt für behaglichen Wohnkomfort. Das Viessmann Wohnungslüftungs- System Vitovent 300 ist zusätzlich mit einem Pollenfilter (Filterklasse F6) versehen, um die Wohnräume auch für Allergiker angenehmer zu machen.


Lüftungsanlagen bereits bei der Bauplanung berücksichtigen

Der Einbau einer Wohnungslüftungsanlage sollte bereits bei der Gebäudeplanung berücksichtigt werden. Die optische Integration sowie die Montagearbeiten werden damit deutlich vereinfacht. Die Integration der Lüftungsanlage in das Gebäude muss sorgfältig geplant werden. Günstig ist eine möglichst kurze, unverzweigte und strömungsgünstige Ausführung der Lüftungskanäle. Flachkanäle bieten die Möglichkeit, besonders Raumsparende und kostengünstige Installationen innerhalb der gedämmten Gebäudehülle vorzunehmen, da sie einfach in den Fußbodenaufbau und in Zwischenwänden integriert werden können. Die Häuser müssen eine möglichst luftdichte Hülle aufweisen, damit die erwartete Energieeinsparung tatsächlich eintritt und zusätzliche unkontrollierte Lüftungswärmeverluste durch Infiltration von Außenluft durch Gebäudeundichtigkeiten vermieden werden. Egal, ob das Lüftungszentralgerät innerhalb oder außerhalb der Wärmedämmenden Gebäudehülle aufgestellt wird, der Aufstellungsort sollte möglichst nahe am Durchtritt der Kanäle durch die Wärmegedämmte Gebäudehülle gewählt werden. Damit werden lange Kanalstücke (Außen-/Fortluft bei Innenaufstellung bzw. Zu-/Abluft bei Außenaufstellung) vermieden, die aufwändig wärmegedämmt werden müssen. Die Abluft von Küchen-Dunstabzugshauben sollte aus hygienischen und reinigungstechnischen Gründen nicht über die Abluftkanäle der Lüftungsanlage geleitet werden.


Kanalführung

Für die Kanalführung beim Einsatz von Kompaktgeräten wie Vitotres 343 gelten prinzipiell die gleichen Empfehlungen. Das Gerät sollte möglichst nahe an der Außenwanddurchführung platziert werden. Drehstrom-, Kaltwasser- und Kondensatablauf müssen am Aufstellort angeschlossen werden. Hier bietet sich also das Badezimmer oder die Nähe zu den Funktionsräumen an. Mit kurzen Leitungswegen an der Decke (z. B. hinter der abgehängten Decke im Flur oder mit Abkofferung) wird die Zuluft in die Wohn- und Schlafräume eingebracht und z. B. mit Weitwurfdüsen verteilt. Vorteilhaft ist es, diese direkt über der jeweiligen Zimmertüre anzuordnen, weil sie dort nicht durch Möbel verstellt wird. Überströmöffnungen in, unter oder über Türen sorgen dafür, dass die Luft von den Zulufträumen in den Überströmbereich (also z. B. den Flur) und von dort in die Ablufträume gelangen kann. Hier ist auf ausreichend große Querschnitte, insbesondere im Badezimmer, zu achten. Dieses so genannte Prinzip der gerichteten Durchströmung sorgt dafür, dass die Wohnräume stets mit frischer Luft versorgt und geruchs- und feuchtebelastete Luft aus den Ablufträumen gezielt abgeführt wird. Besonders wichtig für den Komfort ist der Schallschutz. Geeignete Schalldämpfer im Kanalnetz sorgen dafür, dass Geräteschall (Ventilatorgeräusch etc.) und Telephonieschall (Geräusche aus dem Nachbarraum, der über Zuluftkanäle in Verbindung steht) abgeschwächt werden. Damit ist von der Lüftungsanlage fast nichts zu hören. Geringe Strömungsgeschwindigkeiten in den Kanälen und Ventilen sorgen nicht nur für geringe Druckverluste und damit hohe Effizienz sondern vermeiden auch unnötige Strömungsgeräusche. Damit auch jeder Raum so viel Luft bekommt wie geplant, sollte die Anlage bei der Inbetriebnahme sorgfältig einreguliert werden, also die Zu- und Abluftventile entsprechend eingestellt werden.


Erdwärmetauscher

Zur Vorerwärmung der Außenluft können Erdwärmetauscher eingesetzt werden, also Kanäle, die in etwa 1,5 m Tiefe im Erdreich verlegt werden. Durch die Wärmespeicherung des Erdreichs werden die Tages und jahreszeitlichen Schwankungen der Außenlufttemperatur gedämpft und verzögert. Für ein gleichmäßiges Gefälle (mindestens 1 bis 2%) und eine geeignete Kondensatentwässerung ist zu sorgen.

Von Georg am 27.04.09 12:19 |

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