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Heiztechnik für Neubauten Systemvergleich

Aus den beschriebenen Möglichkeiten zur Wärmeerzeugung und zur Belüftung ergeben sich verschiedene Anlagenvarianten. Am Beispiel eines Einfamilienhauses werden im Folgenden einige Varianten verglichen.


Primärenergieverbrauch

Der Vergleich der einzusetzenden Primärenergie macht deutlich, dass verschiedene Heizsysteme trotz gleichem Wärmebedarf des Gebäudes sehr unterschiedliche Primärenergiebedarfswerte verursachen. Brennwerttechnik ist aufgrund des zusätzlichen Kondensationswärmegewinns und der geringen Abgastemperatur primärenergetisch effizienter als die Niedertemperaturtechnik. Bei Einsatz einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung wird ein Großteil der Wärme aus der Abluft genutzt, dies sorgt für einen Anteil regenerativer Energie am Gesamtenergieverbrauch. Wärmepumpen verursachen den geringsten Verbrauch an fossilen Brennstoffen, obwohl der Wirkungsgrad der Stromerzeugung vergleichsweise gering ist und deshalb der extrem geringe Endenergieverbrauch nicht auf den Primärenergiebedarf übertragen werden kann (der Umwandlungswirkungsgrad von Primärenergie zu Endenergie „Strom” liegt bei ca. 34%). Eine direkte Beheizung mit Strom ist deshalb aufgrund des niedrigen Kraftwerks-Wirkungsgrades primärenergetisch ungünstig.

Kosten

Wichtig für die Entscheidungsfindung ist auch die jährliche Kostenbelastung. Ausgehend vom Energieverbrauch ergeben sich die Verbrauchskosten, zusätzlich sind Betriebskosten wie Wartung etc. sowie die jährliche Abschreibung zu berücksichtigen. Die Verbrauchskosten sind natürlich abhängig vom Energiepreis und in der Beispielrechnung auf Basis von 0,38 €/l Heizöl, 0,38 €/m³ Erdgas bzw. 0,12 €/kWh Strom (tagsüber) sowie 0,06 €/kWh (Nachtstrom) errechnet.


Umweltschonung

Energiesparendes Bauen und Heizen kann einen wichtigen Beitrag zur notwendigen CO2-Reduzierung und damit zum Schutz der Erdatmosphäre leisten. Es ist daher auch in einem bestens Wärmegedämmten Haus nicht gleichgültig, mit welchem Energieträger geheizt wird, wenn man eine CO2-Reduzierung erreichen will. Ausschlaggebend sind die richtige Anlagentechnik und der Einsatz wenig CO2-verursachender Energieträger. Kohlenstoffreiche und wasserstoffarme Brennstoffe verursachen zwangsläufig eine höhere CO2-Emission als Brennstoffe mit niedrigem Kohlenstoff- und höherem Wasserstoffgehalt. Die Verbrennung von Heizöl verursacht eine CO2-Emission von 0,26 kg/kWh, die Verbrennung von Erdgas 0,2 kg/kWh, also 23% weniger.

Von Georg am 4.05.09 14:21 |

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