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Heiztechnik für Neubauten Komfortable Trinkwassererwärmung

Der Leistungsbedarf von Niedrigenergiehäusern für Heizung und Lüftung liegt bei etwa 40 W/m². Für die Beheizung eines Hauses mit 150 m² Wohnfläche wäre für den kältesten Tag eine Heizleistung von 6 kW bereits ausreichend. Die Leistung des Heizkessels sollte sich jedoch nicht am Gebäude-Wärmebedarf allein, sondern auch am Bedarf für eine komfortable Warmwasserbereitung orientieren.


Durchschnittlicher Warmwasserbedarf

Der Warmwasserbedarf liegt durchschnittlich zwischen 30 und 50 Litern pro Tag und Person. Im Gebäudebestand sind dies 10 bis 15%, bei Niedrigenergiehäusern kann der Energiebedarf für die Trinkwassererwärmung jedoch bis zu 30% des gesamten Energiebedarfs ausmachen. Beim Komfort interessieren vor allem die schnelle Verfügbarkeit von warmem Wasser und kurze Füllzeiten für ein Wannen-Vollbad.

Komfortvorteil bei zentraler Trinkwassererwärmung

Für die zentrale Trinkwasserbereitung sprechen Wirtschaftlichkeit, Komfort und Umweltschonung. Trinkwasserbereitung und –speicherung mit moderner Heiztechnik reduziert die Gesamtkosten auch unter Einbeziehung der Anlagenkosten gegenüber dezentraler, elektrischer Trinkwasserbereitung. Haushaltsgeräte wie Geschirrspül- und Waschmaschine können mit durch Solaranlagen vorgewärmtem Wasser betrieben werden, was die Laufzeiten und den Stromverbrauch der Geräte senkt. Damit vermindern sich wiederum die Emissionen. Speicher- Wassererwärmer sind leicht mit bestehenden Heizsystemen zu kombinieren und damit eine ideale Methode der Trinkwasserbereitung und gleichzeitigen Energiespeicherung. Die Größe und Bauart des Speicher- Wassererwärmers beeinflusst auch den Wohnkomfort: er muss die Möglichkeit bieten, warmes Wasser in größeren Mengen ohne lange Wartezeit zu liefern.


Edelstahl Rostfrei: wartungsfrei und hygienisch

Speicher- Wassererwärmer aus Edelstahl Rostfrei sind wartungsfrei und verursachen im Betrieb keine zusätzlichen Kosten. Sie stellen die hygienisch beste Lösung dar. Es können aber auch emaillierte Speicher- Wassererwärmer verwendet werden. Wichtig ist, dass emaillierte Speicher- Wassererwärmer über einen zusätzlichen kathodischen Korrosionsschutz verfügen, dessen Wirksamkeit regelmäßig überprüft werden muss. Für den Austausch der Verzehranode bzw. für den Betrieb der Fremdstromanode fallen entsprechende Betriebskosten an. Viessmann bietet für alle Anforderungen mehrere Ausführungsvarianten von Speicher- Wassererwärmern. Alle Speicher- Wassererwärmer bestehen aus einem gut Wärmegedämmten Speicherbehälter. Sie werden durch innen angeordnete Heizwendeln beheizt. Bivalente Speicher- Wassererwärmer besitzen im Gegensatz zu monovalenten einen Anschluss für einen zweiten Wärmelieferanten, z. B. für eine Solaranlage.


Dimensionierung der Warmwasserbereitung

Der Warmwasserkomfort wird im Wesentlichen durch die Temperaturkonstanz an der Zapfstelle sowie durch die maximale Warmwasser- Zapfleistung charakterisiert. Im Mittel wird von einem Warmwasserbedarf von 30 bis 50 Liter pro Person und Tag bei einer Temperatur von 45°C ausgegangen, dieser Wert kann näherungsweise sowohl für Ein- als auch für Mehrfamilienwohnhäuser angesetzt werden. Bei einem Einfamilienwohnhaus mit 150 m² Wohnfläche ergibt sich damit für einen 4-Personen-Haushalt ein Warmwasserverbrauch von 160 Litern pro Tag. Die erforderliche Wärmemenge, um 160 Liter täglich von 10°C Zulauftemperatur auf 45°C Auslauftemperatur zu erwärmen, beträgt 6,51 kWh. Bezogen auf ein Jahr und einen m² Wohnfläche ergibt sich ein spezifischer Wärmebedarf von 15,8 kWh/(m²* a). Die EnEV gibt einen Standardwert von 12,5 kWh/(m²*a) vor. Bei zukünftig eher steigendem Warmwasserkomfort besteht hier praktisch kein Einsparpotenzial. Die Bedeutung der Trinkwassererwärmung für die Auslegung des Wärmeerzeugers wird deutlicher, wenn statt des Wärmebedarfs die erforderliche Heizleistung betrachtet wird. Der oben beschriebene Bedarf von 160 Liter Warmwasser täglich wird im Extremfall in Form eines Wannenbades innerhalb von wenigen Minuten abgefordert. Aus Kostengründen werden für die Bevorratung heute im Einfamilienwohnhaus Speicher- Wassererwärmer eingesetzt, die nur selten größer als 200 Liter sind. Um auch nach einer Wannenfüllung innerhalb einer zumutbaren Zeit wieder das gesamte Speichervolumen zur Verfügung zu haben, muss der Wärmeerzeuger in der Lage sein, kurzfristig eine entsprechende Leistung zur Wiederaufheizung des Speicher- Wassererwärmers aufzubringen. Diese Leistung ist heute ein entscheidendes Kriterium für die Dimensionierung des Wärmeerzeugers in guten Wärmegedämmten Häusern, da sie deutlich über der zur Raumbeheizung notwendigen Leistung liegt. Deshalb sollte in der Praxis der Heizkessel eines Einfamilien-Niedrigenergiehauses über eine Nenn- Wärmeleistung von mindestens 15 kW verfügen.

Von Georg am 29.04.09 13:32 |

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