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Heiztechnik für Neubauten EnEV

Zusammenfassung von Anlagentechnik und Bauphysik

Mit der Energie-Einsparverordnung (EnEV), die seit 01.01.2002 in Kraft ist, haben die Wärmeschutz-Verordnung und die Heizungsanlagen-Verordnung ausgedient. Die Energie-Einsparverordnung soll dafür sorgen, dass die selbst auferlegte Verpflichtung Deutschlands, bis zum Jahr 2005 gegenüber dem Stand von 1990 25% CO2 weniger zu emittieren, auch eingehalten werden kann. Die Grundidee ist einfach: Bisher waren zwei getrennte Verordnungen für die Auslegung der Wärmeversorgung eines Gebäudes zu beachten. Zum einen die Wärmeschutz-Verordnung von 1995, die sich auf den Jahres-Heizwärmebedarf bezog und damit maßgeblich für die Wärmedämmung des Gebäudes ist. Und zum anderen die Heizungsanlagen- Verordnung, die bestimmte Anforderungen an die Heizungsanlage beinhaltete und letztlich den Wirkungsgrad der Wärmeerzeugung vorschrieb. Beide Regelwerke wurden abgelöst durch die EnEV und die zugehörige. Damit ist nicht mehr der maximale Heizwärmebedarf, sondern der Primärenergiebedarf, der für die Gebäudebeheizung und –belüftung sowie für die Trinkwassererwärmung maximal erforderlich sein darf, für Neubauten reglementiert. In diesen Wert fließen sowohl Wärmedämmung als auch anlagentechnische Maßnahmen ein. Damit bietet die EnEV den neuen Ansatz, Bauphysik und Heizungsanlagentechnik nicht mehr getrennt, sondern gemeinsam zu betrachten: Der Primärenergiebedarf kann auch in einem weniger gut Wärmegedämmten Haus den zulässigen Grenzwert einhalten, wenn eine entsprechend effiziente Heizungsanlagentechnik gewählt wird. Andererseits kann ein sehr gut Wärmegedämmtes Haus mit einer weniger aufwändigen Heiztechnik auskommen, wobei in diesem Fall allerdings die Möglichkeiten der technischen Gebäudeausrüstung nur eingeschränkt genutzt werden. Durch die so genannte Nebenanforderung ist zusätzlich der maximal zulässige Transmissionswärmeverlust HT vorgegeben.

Die Primärenergie ist entscheidend

Durch die EnEV wird die Umsetzung von Primärenergie in Endenergie (Verluste bei Förderung, Transport, Veredelung) und die Umwandlung der Endenergie (Heizenergie) in Heizwärme (Wirkungsgrad der Heizungsanlagentechnik) in die Betrachtung einbezogen: Während bei der Verbrennung von Heizöl oder Erdgas die Primärenergie mit nahezu 90% in Heizenergie umgesetzt wird (einschließlich der Transport- und Umwandlungsverluste (Raffinerie)), beträgt der Primärenergiewirkungsgrad bei Stromheizungen wegen des geringen Kraftwerks-Wirkungsgrades nur 34%.

Von Georg am 13.04.09 11:12 |

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