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EnEV Einleitung

Zielsetzung der Fachreihe

Ziel der vorliegenden Fachreihe ist es, grundlegende Zusammenhänge und Rechenverfahren der Energie- Einsparverordnung (EnEV) vorzustellen und zu erläutern. Nachfolgend werden im Detail verschiedene anlagentechnische Möglichkeiten anhand von Beispielen bewertet, um Architekten, Planern und Fachhandwerkern Hilfestellung bei der Auswahl einer geeigneten Anlagentechnik zu geben.


Zweck der EnEV

Die Energie-Einsparverordnung soll einen Beitrag dazu leisten, die selbst auferlegte Verpflichtung Deutschlands einzuhalten, bis zum Jahr 2005 gegenüber dem Stand von 1990 25% CO2 weniger zu emittieren. Nach einer deutlichen Reduzierung Anfang der 90er Jahre konnten in den letzten Jahren kaum weitere Einsparungen erzielt werden.

CO²-Emission

Deshalb werden auf politischer Ebene erhebliche Anstrengungen unternommen, alle Bereiche auszuschöpfen, in denen eine weitere Reduzierung der CO2-Emission möglich ist. Betrachtet man die bereits erreichte Einsparung von CO2-Emissionen für einzelne Bereiche, so wird deutlich, dass die Industrie ihr „Soll“ mit über 30% Einsparung mehr als erfüllt hat. Ursache ist allerdings im Wesentlichen der Einbruch der ostdeutschen Industrie nach der Wiedervereinigung Anfang der 90er Jahre. Auch die Energiewirtschaft hat bereits erhebliche Einsparpotenziale ausgeschöpft. Speziell im Bereich „Verkehr“ ist allerdings gegenüber 1990 ein erheblicher Anstieg der CO2-Emissionen zu verzeichnen. Auch die Emissionen privater Haushalte konnten nur geringfügig reduziert werden. Folgerichtig ist es deshalb, in diesem Bereich durch entsprechende Maßnahmen die Einsparpotenziale mehr als bisher auszuschöpfen.


Aufteilung des Endenergieverbrauchs

Die Aufteilung des Endenergiebedarfs in Deutschland zeigt, dass die Haushalte einen erheblichen Anteil ausmachen. Mehr als ein Viertel der gesamten Endenergie wird in den Haushalten verbraucht. Schlüsselt man diesen privaten Verbrauch weiter auf, so ergibt sich ein überraschendes Bild. Auf den gesamten Endenergieverbrauch bezogen, haben private Elektrogeräte nur einen Anteil von 3%. Der restliche private Endenergiebedarf von 27% teilt sich auf die Heizung und Trinkwassererwärmung auf. Wenn also fossile Brennstoffe und damit CO2-Emissionen in privaten Haushalten eingespart werden können, dann in erster Linie durch eine Reduzierung des Energiebedarfs für Heizung und Trinkwassererwärmung. Die EnEV stellt ein Werkzeug dar, dieses Potenzial zur Energieeinsparung nutzbar zu machen. Mit der Energie-Einsparverordnung (EnEV), die am 01.02.2002 in Kraft getreten ist, wurden die Wärmeschutz- Verordnung (WSchV95) und die Heizungsanlagen-Verordnung (HeizAnlV) abgelöst.

Von Georg am 11.02.09 16:40 |

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