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Anlagentechnik für die EnEV - Norm-, BDH oder Hersteller- Produktkennwerte

Durch die Verwendung herstellerspezifischer Produktkennwerte kann die rechnerische Anlagenaufwandszahl nennenswert gesenkt werden. So kann durch Auswahl eines konkreten Wärmeerzeugers und die Verwendung der entsprechenden Kennwerte in der EnEV- Berechnung der rechnerische Primärenergiebedarf gesenkt werden. Allerdings ist die Festlegung auf einen bestimmten Heizkessel (Typ und Leistung) dann bereits in der Planungsphase notwendig, um die Vorteile bei der gesamtheitlichen energetischen Betrachtung des zu errichtenden Gebäudes auch nutzen zu können. Im Vergleich zu den aktuellen Kennwerten des BDH (Merkblatt 15 sowie DIN V 4701 Teil 10 – überarbeitet), die dem heutigen Stand der Technik bei Wärmeerzeugern entsprechen, liegt die Primärenergieeinsparung bei 5,3 kWh/(m²• a). Die rechnerische Reduzierung des Primärenergiebedarfes liegt für das betrachtete Wohnhaus bei 10 kWh/(m²•a), wenn statt der Normkennwerte ein bereits in der Planungsphase fest eingeplanter Heizkessel angesetzt wird.

Es gilt allerdings Folgendes zu beachten: Werden bei der Berechnung der Anlagenaufwandszahl herstellerspezifische Produktkennwerte verwendet, so ist dies im Energiebedarfsausweis anzugeben. Die Berechnung ist mit entsprechenden Unterlagen zur Herkunft der Kennwerte, z. B. einer Konformitätserklärung des Herstellers, abzusichern, um sie später nachvollziehen zu können. Der Einbau der zur Berechnung herangezogenen Produkte ist in einigen Bundesländern durch eine Fachunternehmererklärung zu bestätigen. Werden zwischen der Erstellung des Energiebedarfsausweises und der Installation der Anlagentechnik Änderungen an der Anlagenplanung, verbunden mit einem Produktwechsel, vorgenommen, so muss, wenn Produktkennwerte verwendet wurden, eine Überarbeitung des Energiebedarfsausweises erfolgen.

Von Georg am 6.03.09 15:11 |

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