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Anlagentechnik für die EnEV - Einfluss des Aufstellortes

In Deutschland geht der Trend bei abnehmendem Wärmebedarf aufgrund der immer besser werdenden Wärmedämmung zu Platz sparenden und anschlussfertigen Kompakt-Heizkesseln. Viele Bauherren verzichten heute aus Kostengründen auf den Keller, die Heizungsanlage wird dann wohnraumnah installiert. Zum Beispiel im Hauswirtschafts- oder Technikraum, also innerhalb der thermischen Gebäudehülle. Für Gas-Wandgeräte (Brennwertgeräte und Thermen) ist der Betrieb in der Küche oder im Badezimmer heute weit verbreitet, die raumluftunabhängige Betriebsweise über ein entsprechendes Luft-Abgassystem ist Stand der Technik. So lassen sich Vitodens- und Vitopend Wandgeräte raumluftunabhängig betreiben. Gleiches gilt auch für den Bodenstehenden Gas-Brennwertkessel Vitocrossal 300 bis 66 kW. Aber auch Öl-Heizkessel werden heute für den raumluftunabhängigen Betrieb angeboten. Damit kann der Wärmeerzeuger innerhalb der Wärmegedämmten Gebäudehülle z. B. im Technik- oder Hauswirtschaftsraum aufgestellt werden. Die Wärme, die über die Oberfläche des Wärmeerzeugers abgestrahlt wird, kann dann der Beheizung dieses Raumes zugute kommen. Gleiches gilt auch für die Wärmeabstrahlung der Verteilarmaturen und der Rohrleitungen.

Raumluftunabhängige Betriebsweise

Voraussetzung für die Aufstellung innerhalb der thermischen Gebäudehülle ist die raumluftunabhängige Betriebsweise des Heizkessels, da nur bei direkter Ansaugung der Verbrennungsluft auf die sonst vorgeschriebene Außenluftöffnung des Aufstellraums verzichtet werden kann. Zur Ansaugung der Verbrennungsluft wird entweder der freie Querschnitt des Schachtes genutzt, in dem die Abgasleitung verlegt ist, oder es wird ein koaxiales Rohr genutzt, in dessen Innerem der Abgasstrom abgeführt wird, während im Hüllrohr Verbrennungsluft einströmt. Eine Anordnung des Wärmeerzeugers innerhalb der thermischen Gebäudehülle ist auch bei Öl-Heizkesseln und Öl-Brennwertgeräten möglich, die raumluftunabhängig betrieben werden können. Beispiele hierfür sind der Öl-Brennwert- Wandkessel Vitoplus 300 sowie der Tieftemperatur-Öl-Heizkessel Vitola 200. Allein schon die Verlegung der horizontalen Verteilleitungen sowie der Trinkwasser-Zirkulationsleitung innerhalb der gedämmten Gebäudehülle statt im ungedämmten Bereich reduziert die Anlagenaufwandszahl (eP) im EFH- Beispiel um mehr als 7%. Die Aufstellung des Heizkessels innen
– in raumluftunabhängiger Betriebsart
– senkt die Aufwandszahl in
Verbindung mit innenliegenden Verteilleitungen sogar um mehr als 12%.


Aufstellungsort in größeren Gebäuden

Die Wahl des Aufstellortes bringt nur für Gebäude bis zu einer Nutzfläche AN von 500 m² einen rechnerischen Vorteil bei der EnEV- Berechnung. Die DIN V 4701 T 10 räumt für größere Gebäude keine Gutschrift der Oberflächenverluste des Heizkessels ein.

Von Georg am 1.03.09 10:31 |

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