Anlagentechnik für die EnEV – Das Wichtigste aus der Bauphysik
Neben den anlagentechnischen Möglichkeiten, die direkt auf die Anlagenaufwandszahl eP einwirken, kann der Jahres-Heizwärmebedarf qh durch bestimmte Maßnahmen unabhängig von real durchzuführenden bautechnischen Verbesserungen verringert werden. Der rechnerische Jahres- Heizwärmebedarf ergibt sich aus eine speziellen Formel. (vereinfachtes Verfahren laut EnEV). Die Transmissions- und Lüftungswärmeverluste, die in der Formel angesetzt werden, lassen sich rechnerisch reduzieren, indem
– für HT´ (Transmissionswärmeverlust) durch die Verwendung von Wärmebrücken nach Wärmebrückenkatalog (DIN 4108 Blatt 2) anstelle einer pauschalen Betrachtung (bei dem vereinfachten Verfahren sind grundsätzlich nur Wärmebrücken nach Katalog zulässig) und
- für HV (Lüftungswärmeverlust) durch Nachweis des Grenzwertes für die Luftdichtheit gemäß EnEV (Blower- Door- Test)
bessere Kennwerte verwendet werden dürfen. Immerhin lässt sich der Primärenergiebedarf um 7 bis 15 kWh/(m²• a) reduzieren. Und dies, ohne dass bautechnische und damit finanziell aufwändige Maßnahmen ergriffen werden müssen.
Jahres-Heizwärmebedarf
Vereinfachtes Verfahren für Wohngebäude mit Fensterfläche < 30%qp = ep • (qh + qtw)
qh = Qh / AN
Qh = 66 • (HT + HV) – 0,95 • (Qs + Qi)
HT = Σ (FxiUiAi) + 0,05 • A
UWB: 0,10 (pauschal); 0,05 (nach Katalog)
HV = 0,19 Ve (ohne Dichtheitsprüfung)
HV = 0,163 Ve (mit Dichtheitsprüfung)
Qs = solare Gewinne
Qi = interne Gewinne
