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Anlagentechnik für die EnEV - Systemkomponenten

Auch die Systemtechnik hat Einfluss auf den Primärenergiebedarf. In der EnEV wurde dies u.a. dadurch berücksichtigt, dass für Heizkreisleistungen ab 25 kW automatisch geregelte Pumpen vorgeschrieben sind. Daneben haben aber auch Thermostatventile (Proportionalitätsbereich) und Heizflächen (Heizkörper- oder Fußbodenheizung) nennenswerten Einfluss. Ausgehend von einer dezentralen (wohnungszentralen) Lösung im Mehrfamilienwohnhaus (Wohnungen mit 100 m²) reduziert der Wechsel von einer ungeregelten auf eine geregelte Pumpe den Primärenergiebedarf um mehr als 1 kWh/(m²• a). Thermostatventile mit Proportionalitätsbereich 1 K statt 2 K bringen 2,4 kWh/(m²•a) Primärenergie- Einsparung. Überraschendes bringt die Verwendung einer Fußbodenheizung statt Radiatoren bei einer Wohnung z.B. mit 100 m²: Obwohl die Systemtemperatur dadurch von 55/45°C auf 35/28°C gesenkt wird und damit der eingesetzte Brennwertkessel eine bessere Brennwertnutzung zulässt, steigt der Primärenergiebedarf leicht an [um 1,4 kWh/(m²• a)].

Dies ist darauf zurückzuführen, dass eine größere Wassermenge umgewälzt und damit die Pumpenleistung gesteigert werden muss. Aufgrund der schlechten primärenergetischen Bewertung des erforderlichen Pumpenstromes (fp = 3,0) wird der thermische Gewinn mehr als aufgezehrt. Für größere Gebäude können sich die Verhältnisse allerdings umkehren, so dass dann Fußbodenheizsysteme energetische Vorteile aufweisen. Eine abgestimmte Systemtechnik aus dem Vitoset Programm bringt erhebliche Vorteile bei der Berechnung. Es ist deshalb sinnvoll, bereits bei Planung Zubehörkomponenten in die Betrachtungen mit einzubeziehen.

Von Georg am 7.03.09 15:25 |

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