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EnEV Zusammenfassung

Mit der EnEV und den begleitenden Normen wurde ein Regelwerk geschaffen, das erstmals die energetische Gesamtbetrachtung von Gebäude und Anlagentechnik zur Pflicht macht. Ein Weg, der auch im Ausland mit der europäischen Regelung zur „Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden“ begangen wird. Die heute verfügbare Anlagentechnik bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten, durch die anforderungsgerechte Auswahl von Systemen und deren Komponenten einen erheblichen Beitrag zur Energieeinsparung zu leisten. Dies gilt nicht nur für den Neubau, sondern ganz besonders auch für den Gebäudebestand, wo ein riesiges Einsparpotenzial schlummert. Sowohl energetisch als auch wirtschaftlich ist es sinnvoll, dieses Potenzial schnellstmöglich zu nutzen, damit die endlichen fossilen Energiereserven geschont werden.

Von Georg am 14.03.09 9:40 | | 0 Kommentare | 0 TrackBacks

Umsetzung der EnEV – Softwarehilfen

Viessmann bietet Softwarelösungen an, um seinen Marktpartnern den Umgang mit der EnEV zu erleichtern:
– eine kostenlose Berechnungssoftware für Bauphysik und Anlagentechnik, verknüpft mit allen Produktkennwerten des Viessmann Programms (Vitoplan 100: EnEV I)
– ein EnEV- Erweiterungsmodul für die Viessmann Planungssoftware Vitoplan, das volle Kompatibilität zu allen Vitoplan-Funktionen bietet (Vitoplan 200: EnEV II).

Diese Software ist in die Haustechnik- Module von Vitoplan eingebettet und ermöglicht die automatische Datenübergabe. Über Auswahlfilter kann die gewünschte Anlagentechnik eingegrenzt werden, eine Übergabe an das detaillierte Verfahren (EnEV II) bietet dann die Möglichkeit, auch alle nicht im Beiblatt 1 zur DIN V 4701 Teil 10 hinterlegten Anlagenkonstellationen zu berechnen.

Von Georg am 13.03.09 17:48 | | 0 Kommentare | 0 TrackBacks

Umsetzung der EnEV – Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden

Eine weitere Änderung wurde 2007 realisiert, die Reglungen der „Europa-EnEV“ – Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (energy performance of buildings) – wurden in nationales Recht umgesetzt. Ziel dieser Richtlinie ist es, die Verbesserung der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden in der Europäischen Gemeinschaft unter Berücksichtigung der jeweiligen klimatischen und lokalen Bedingungen zu unterstützen. Die Richtlinie enthält Anforderungen hinsichtlich:
– des allgemeinen Rahmens zur Berechnung der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden,
– der Anwendung von Mindestanforderungen an die Gesamtenergieeffizienz neuer Gebäude,
– der Anwendung von Mindestanforderungen an die Gesamtenergieeffizienz bestehender großer Gebäude, die einer größeren Renovierung unterzogen werden sollen,
– der Erstellung von Energieausweisen für Gebäude und
– regelmäßiger Inspektionen von Heizkesseln und Klimaanlagen in Gebäuden und einer Überprüfung der gesamten Heizungsanlage, wenn deren Kessel älter als 15 Jahre sind.

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Von Georg am 12.03.09 17:40 | | 0 Kommentare | 0 TrackBacks

Umsetzung der EnEV – Das Fachhandwerk und die Unternehmererklärung

Während der Energiebedarfsausweis bereits in der Planungsphase erstellt werden muss, dient die Fachunternehmererklärung, die die Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur EnEV in den meisten Bundesländern fordert, zur Bestätigung, dass die ursprünglich geplante oder eine bessere Anlagentechnik auch tatsächlich eingebaut wurde. Der ausführende Fachhandwerker bestätigt hierin, dass eine anzugebende Anlagenaufwandszahl, die nicht größer sein sollte als im Energiebedarfsausweis festgelegt, auch tatsächlich erreicht wird und beschreibt Kesselbauart, Reglung, Pumpen, Wärmedämmungen etc. Das Vorhandensein der Unterlagen wird in einigen Bundesländern durch den Schornsteinfeger überprüft.

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Von Georg am 11.03.09 17:29 | | 0 Kommentare | 0 TrackBacks

Umsetzung der EnEV – Energiebedarfsausweis

Für den Neubau ist die Ausstellung eines Energiebedarfsausweises Pflicht. Dieser enthält neben den Daten des Bauvorhabens den errechneten Primärenergiebedarf, den Endenergiebedarf und die Anlagenaufwandszahl. Der Energiebedarfsausweis ist Bestandteil der Bauvorlage und muss von einem Bauvorlageberechtigten unterzeichnet sein. Vielfach ist er allerdings nicht mit einzureichen, es ist lediglich das Vorhandensein zu bestätigen. Einige Bundesländer haben aber damit begonnen, Stichprobenprüfungen durchzuführen. Bauherren sind verpflichtet, den Energiebedarfsausweis für Überprüfungen bereitzuhalten und auszuhändigen.


Nachweise auch für den Bestand

Auch für den Gebäudebestand wird es kurzfristig auf Basis der EnEV Energiepässe geben. Da die Eigenschaften von Gebäudedämmung und Anlagentechnik in der Regel nicht mehr detailliert angegeben werden können, wird sich der Energiepass für den Bestand an Haustypologien, realen Verbrauchswerten und eher groben Einstufungskriterien orientieren.

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Von Georg am 10.03.09 17:17 | | 0 Kommentare | 0 TrackBacks

Anlagentechnik für die EnEV – Die EnEV im Gebäudebestand

Damit die EnEV ihr Ziel erreicht, spürbare Reduzierungen des Primärenergieverbrauchs und der CO2- Emissionen zu bewirken, müssen auch Maßnahmen im Gebäudebestand durchgesetzt werden. Eine Auswertung der Schornsteinfeger zeigt, dass von den rund 15 Millionen Heizungsanlagen in Deutschland 4,4 Millionen, das ist fast ein Drittel aller Anlagen, älter als 15 Jahre ist. 2,4 Millionen, mehr als 16%, sind sogar älter als 19 Jahre. Ein Großteil dieser Anlagen entspricht nicht mehr dem Stand der Technik und ist dringend modernisierungsbedürftig. Dieser Umstand ist in der EnEV grundsätzlich berücksichtigt worden, denn es wurden auch Vorgaben für die Modernisierung von Gebäude- Wärmedämmung und Anlagentechnik im Bestand erlassen.


Der Bestand: Das größte Energieeinsparpotenzial

Würden alle von der EnEV betroffenen Altanlagen modernisiert, so könnte der CO2-Ausstoß der privaten Haushalte nachhaltig gesenkt werden. Der Neubau allerdings, auf den die EnEV im Wesentlichen zielt, trägt zu einer nachhaltigen CO2-Reduktion kurzfristig nichts bei. Jeder m² Wohnfläche mehr in Deutschland steigert den Energieverbrauch. Die EnEV sorgt lediglich dafür, dass dieser Anstieg etwas abgeschwächt wird.

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Von Georg am 9.03.09 16:54 | | 0 Kommentare | 0 TrackBacks

Anlagentechnik für die EnEV – Das Wichtigste aus der Bauphysik

Neben den anlagentechnischen Möglichkeiten, die direkt auf die Anlagenaufwandszahl eP einwirken, kann der Jahres-Heizwärmebedarf qh durch bestimmte Maßnahmen unabhängig von real durchzuführenden bautechnischen Verbesserungen verringert werden. Der rechnerische Jahres- Heizwärmebedarf ergibt sich aus eine speziellen Formel. (vereinfachtes Verfahren laut EnEV). Die Transmissions- und Lüftungswärmeverluste, die in der Formel angesetzt werden, lassen sich rechnerisch reduzieren, indem
– für HT´ (Transmissionswärmeverlust) durch die Verwendung von Wärmebrücken nach Wärmebrückenkatalog (DIN 4108 Blatt 2) anstelle einer pauschalen Betrachtung (bei dem vereinfachten Verfahren sind grundsätzlich nur Wärmebrücken nach Katalog zulässig) und
- für HV (Lüftungswärmeverlust) durch Nachweis des Grenzwertes für die Luftdichtheit gemäß EnEV (Blower- Door- Test)
bessere Kennwerte verwendet werden dürfen. Immerhin lässt sich der Primärenergiebedarf um 7 bis 15 kWh/(m²• a) reduzieren. Und dies, ohne dass bautechnische und damit finanziell aufwändige Maßnahmen ergriffen werden müssen.

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Von Georg am 8.03.09 16:07 | | 0 Kommentare | 0 TrackBacks

Anlagentechnik für die EnEV - Systemkomponenten

Auch die Systemtechnik hat Einfluss auf den Primärenergiebedarf. In der EnEV wurde dies u.a. dadurch berücksichtigt, dass für Heizkreisleistungen ab 25 kW automatisch geregelte Pumpen vorgeschrieben sind. Daneben haben aber auch Thermostatventile (Proportionalitätsbereich) und Heizflächen (Heizkörper- oder Fußbodenheizung) nennenswerten Einfluss. Ausgehend von einer dezentralen (wohnungszentralen) Lösung im Mehrfamilienwohnhaus (Wohnungen mit 100 m²) reduziert der Wechsel von einer ungeregelten auf eine geregelte Pumpe den Primärenergiebedarf um mehr als 1 kWh/(m²• a). Thermostatventile mit Proportionalitätsbereich 1 K statt 2 K bringen 2,4 kWh/(m²•a) Primärenergie- Einsparung. Überraschendes bringt die Verwendung einer Fußbodenheizung statt Radiatoren bei einer Wohnung z.B. mit 100 m²: Obwohl die Systemtemperatur dadurch von 55/45°C auf 35/28°C gesenkt wird und damit der eingesetzte Brennwertkessel eine bessere Brennwertnutzung zulässt, steigt der Primärenergiebedarf leicht an [um 1,4 kWh/(m²• a)].

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Von Georg am 7.03.09 15:25 | | 0 Kommentare | 0 TrackBacks

Anlagentechnik für die EnEV - Norm-, BDH oder Hersteller- Produktkennwerte

Durch die Verwendung herstellerspezifischer Produktkennwerte kann die rechnerische Anlagenaufwandszahl nennenswert gesenkt werden. So kann durch Auswahl eines konkreten Wärmeerzeugers und die Verwendung der entsprechenden Kennwerte in der EnEV- Berechnung der rechnerische Primärenergiebedarf gesenkt werden. Allerdings ist die Festlegung auf einen bestimmten Heizkessel (Typ und Leistung) dann bereits in der Planungsphase notwendig, um die Vorteile bei der gesamtheitlichen energetischen Betrachtung des zu errichtenden Gebäudes auch nutzen zu können. Im Vergleich zu den aktuellen Kennwerten des BDH (Merkblatt 15 sowie DIN V 4701 Teil 10 – überarbeitet), die dem heutigen Stand der Technik bei Wärmeerzeugern entsprechen, liegt die Primärenergieeinsparung bei 5,3 kWh/(m²• a). Die rechnerische Reduzierung des Primärenergiebedarfes liegt für das betrachtete Wohnhaus bei 10 kWh/(m²•a), wenn statt der Normkennwerte ein bereits in der Planungsphase fest eingeplanter Heizkessel angesetzt wird.

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Von Georg am 6.03.09 15:11 | | 0 Kommentare | 0 TrackBacks

Anlagentechnik für die EnEV – Holzverbrennung

Die Tatsache, dass Pelletskessel CO2-neutral arbeiten, führt zu einer besonderen Betrachtung im Rahmen der EnEV. Die überarbeitete Fassung der DIN V 4701 Teil 10 sieht als Primärenergiefaktor fP für Holzfeuerung den Faktor 0,2 vor. Daraus ergeben sich in der EnEV- Berechnung sehr niedrige Primärenergiebedarfe. Mit der Novellierung der EnEV sind diese Werte seit Dezember 2004 „amtlich“ und können generell genutzt werden.

Von Georg am 5.03.09 14:56 | | 0 Kommentare | 0 TrackBacks

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