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Kesselexplosion

In den letzten Jahren ist es durch mangelhafte
Installation und Fehler von Betreibern zu
Explosionsschäden bei Kaminkesseln
gekommen.

Daher muss eine Sensibilisierung erfolgen um
bestehende Anlagen zu überprüfen, ob sie den
allgemein gültigen sicherheitstechnischen
DIN-Anforderungen entsprechen.

Kaminkessel sind Heizkessel für Festbrennstoffe, die an der Vorderseite meist eine Tür mit einem Glaseinsatz besitzen. Sie werden häufig parallel zu einer Gas- bzw. Ölzentralheizung betrieben. Diese Kaminkessel werden gewöhnlich dekorativ, z.B. im Wohnzimmer in der Nähe des Schornsteins, eingemauert und sind dann äußerlich von einem Kamin- bzw. Kaminofen kaum zu unterscheiden.

Sicherheitseinrichtungen

Beim Betrieb des Heizkessels wird das Wasser im Stahlkessel erhitzt und dann über Rohrleitungen, meist mit Hilfe einer Umwälzpumpe, in das Zentralheizungssystem des Hauses eingespeist. Eine derartige Anlage ist eine energiesparende und dabei gleichzeitig den Wohnwert steigernde Investition. Es ist auch aus sicherheitstechnischer Sicht nichts dagegen einzuwenden, solange nicht vergessen
wird, dass dieser Kamineinsatz ein Kessel ist. Kessel sind geschlossene Gefäße. Wenn darin Wasser erwärmt wird, hat dieses Wasser das Bestreben sich auszudehnen, ganz besonders dann, wenn es den Siedepunkt von 100 °C überschreitet. Dann werden aus 11 Wasser ca. 1,5 m3 Wasserdampf. Ist der Kessel aus irgendwelchen Gründen geschlossen, so dass der Dampf nicht entweichen kann, so steigt mit der Temperatur der Druck im Kessel. Unter normalen Betriebsbedingungen, wenn alles richtig angeschlossen ist und alle Ventile richtig eingestellt sind, wird die Siedetemperatur im Kessel nicht erreicht, weil die Wärme über das angeschlossene Heizsystem abgeführt wird. Sollte der Kessel trotzdem in den Bereich von 100 °C gelangen, so ist zumindest in Deutschland für ungeregelte bzw. nicht schnell abschaltbare Festbrennstoffkessel eine thermische Ablaufsicherung vorgesehen. Das ist eine über die Kesseltemperatur geregelte Notkühleinrichtung für den Kessel, die direkt an das Kalt-Leitungswassersystem des Hauses angeschlossen wird.

Bei Überschreiten der eingestellten Temperatur wird über eine Kühlschlange, die durch den Kessel geführt wird, mit durchfließendem Leitungswasser die Kesseltemperatur gesenkt. Eine weitere Sicherung, die für das Überschreiten des zulässigen Kesseldrucks vorzusehen ist, ist ein Sicherheitsventil, das anspricht, wenn der zulässige Kesseldruck überschritten wird. Dieses Sicherheitsventil ist direkt am Kaminkessel zu montieren. Ein Überdruckventil, das sich irgendwo weit entfernt befindet, z.B. am ölbetriebenen Zentralheizungskessel, ist nicht ausreichend für eine sichere Druckentlastung.
Da Kaminkessel gewöhnlich als Zusatzheizung nachträglich installiert werden, bauen Heizungsinstallateure häufig absperrbare Ventile in die Vor- und Rücklaufleitung ein. Diese haben den Vorteil, dass bei Reparaturarbeiten irgendwo im Heizungssystem nicht das gesamte Heizungswasser aus der Anlage entfernt werden muss. Derartige Ventile sind, damit sie nicht versehentlich geschlossen werden können, nur dann zulässig, wenn sie z.B. durch verplombte Schutzkappen gesichert werden.

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Von Katarina am 29.11.07 11:02 |

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